Die Ziegeleien der mittleren Havelregion bei

Brandenburg an der Havel

beiderseits der Havel von Ketzin (Linie westlich der OHKB) bis Pritzerbe,

Region Lehnin, Beetzseeregion und Region Wusterwitz

  

Standorte Teil 1 – von Ketzin bis zur Staustufe Brandenburg (Oberhavel)

      

Die folgende Aufstellung ist untergliedert in die Bereiche:

    

Standorte Teil 1 (Oberhavel):

Ziegeleien der Havelregion von Ketzin bis Weseram

Ziegeleien der Region Lehnin

Ziegeleien der Havelregion von Klein Kreutz bis Brandenburg (Schleuse)

    

Standorte Teil 2 (Unterhavel):

Ziegeleien der Beetzseeregion

Ziegeleien der Havelregion von Brandenburg (Schleuse) bis Plaue

Ziegeleien der Region Plaue (Wendsee) / Wusterwitz

Ziegeleien der Havelregion von Plaue bis Pritzerbe / Hohenferchesar

    

Abkürzungen:

Brdbg. a. d. H. Stadt Brandenburg an der Havel
BRB Stadt Brandenburg an der Havel
B&S Feldbahnfabrik Bräunig & Stahlberg

D

Ziegelei verfügt über eine Dampfmaschine

F

Brennen der Ziegel im Feldbranndofen oder ähnlich

H

Handbetrieb

K

Kalkbrennofen

LKM Lokomotivbau "Karl Marx" Babelsberg, vorm. Orenstein & Koppel
M Messtischblatt 19./20. Jahrhundert

MT

in Zusammenhang mit Jahreszahl - Nennung auf Messtischblatt

OHKB

Osthavelländische Kreisbahnen

O&K Orenstein & Koppel

R

Brennen der Ziegel im Hoffmannschen Ringofen [r = rund, o = oval] ab Jahr

S Schmettaukarten 18. Jahrhundert

W

Werkbahn, Feldbahn, Lorenbahn

WHKB

Westhavelländische Kreisbahnen

WSA Wasserstraßenamt
X Lage der Ziegelei in Karten vermerkt

Zgl.

Ziegelei

(in Klammern)

Angaben widersprüchlich, ungenau, eventuell

        

Bilder zum Vergrößern anklicken!

     

Gemarkung

heute

Lage

Name

erste Nenn.

(von)

letzte

Nenn.

(bis)

Merk

male

X

Feldbahn

(Spurweite)

Bemerkungen

Inhaber

Ziegeleien der Havelregion von Ketzin bis Weseram

Kartenausschnitt, Quelle: "Karte der weiteren Umgebung von Brandenburg a. d. H.", Verlag: Paul Kahle, Nachf. C. Holzhauer,

Entworfen u. gezeichnet von C. Holzhauer1898, Nachträge bis 1909, Slg H. M. Waßerroth, Repro: © H. M. Waßerroth

 

 

 

 

 

Ketzin

 

 

 

 

1

Vorketzin,

nördliche Zgl.

 

1858

um 1914

D

Rr

M

600 mm

erste Zgl. im Raum Ketzin nach Entdeckung der Tonvorkommen,

ab 1889 W von 1 bis 2 km Länge und mit 2 Lokomotiven zu westl. gelegenen Tongruben,

Stichkanal und ab 1896 Gleisanschluss 355m vom Bhf. Vorketzin der OHKB,

Zgl. 1920/21 abgerissen,

später Müllplätze Vorketzin

Adolph Kaselitz,

Julius Maaß,

Paul Maaß

bekannte Besitzer:

1859 - 1862 Adolph Leberecht Traugott Ludwig Kaselitz

1862 -          Gebrüder Julius Theodor und Wilhelm Maaß

                     Paul Maaß

  Zgl. Maaß in Vorketzin

 

 

 

  Zgl. Maaß, Kartenausschnitt

 

 

Ketzin

 

 

2

Vorketzin,

südliche Zgl.

 

1859

um 1914

D

Rr

M

(600 mm)

Stichkanal und Gleisanschluss vom Bhf. Vorketzin der OHKB,

ab 1919 Müllplätze Vorketzin A. Borkenhagen

Hermann Henkel,

Michaelis Mannheimer,

Robert Mannheimer

bekannte Besitzer:

1859 - 1865 Hermann Henkel

1865 - 1878 Michaelis Mannheimer (Berlin)

1878 -          Robert Mannheimer

  Zgl. Mannheimer Vorketzin,

  Karte 1925 gelaufen,

  Verlag u. Foto: nicht bekannt

 

Ketzin

 

3 (U 120)

nördlich von Ketzin an der Ketziner Havel  

1865

1899/
1900
D
Ro

M

nein 1899 auf dem  Gelände der Zgl. am Bahnhafen Grundstein für Zuckerfabrik gelegt
Johann Ziese,
Wilhelm Albrecht & August Polläne
  Lageplan der Zgl. von Gutsbesitzer Albrecht
 (U 120) und als Einbesserung der Zuckerfabrik
 Ketzin,
 Karte von 1897, Quelle: WSA Brandenburg

 

 Ketzin

4

nordwestlich der Stadt an der Havel  

vor
1880

um 1905 K

 

nein Kalkofen, neben späterem Hafenbecken der OHKB
Friedrich Matthes
  Lage der Kalkbrennerei am späteren Bahnhafen
 der OHKB,
 Karte von 1897, Quelle: WSA Brandenburg

 

 

 

Tremmen

 

5

südlich Tremmen an der Landstraße nach Zachow am Stichkanal Nähe Kossäthen Berg

 

1850

um 1914

H

D

Rr

M

 

1850 erbaut von Inspektor Michel, mehrere Besitzerwechsel

 Inspektor Michel,

Hermann Fritze,

Karl Heintze

bekannte Besitzer:
1850 - 1864 Bredow'scher Inspektor Michel
1864 - 1905 Familie Fritze,
                    gekauft von Friedrich Ferdinand Fritze (Glindow)
                    für seinen Sohn Hermann Fritze,
1905 -          Rittergutbesitzer Büttner
         - 1918 Bankier Karl Heintze (Berlin), 1918 verstorben
um 1914 Betriebseinstellung
1918 - 1920 Hans Heintze
1920 - 1921 Pastor J. Winkler, Abriss aller technischen Anlagen,
                     Jan. 1921 Abriss Ringofen
1921 - .....    Schulze-Sasse (Westf.)
  Ziegel im Dorfmuseum Tremmen
 

 

Zachow

6

bei Fernewerder

 

vor

1880

1935

D

R

M

 

mit Stichkanal zur Alten Havel

Julius Schmidt,

Emil Schmidt

 

 

Ketzin

 

am Brückenkopf nördlich der Zgl. Jöllenbeck auf einer Insel zwischen den Tongruben

 

vor

1880

um 1914

D

R

M

 

mit Stichkanal zur Alten Havel,

um 1920 abgerissen

August Kuhberg, Curt Kuhberg,

 

 

Ketzin

 

 

8

am Brückenkopf an der Zugbrücke nördlich der Straße

Zgl. Jöllenbeck

um

1865

1946

D

Rr

M

630 mm

für W April 1924 Deutz-Lok Typ C XIV F (für HF, Bj 1916, Fabr.-Nr. 2406) über B&S von Zgl. Julius Frank in Zehdenick gekauft,

letzte Ziegelei in Ketzin,

Friedrich Hornemann,

Alexander Schrobsdorff,

Fritz Jöllenbeck

  Zgl. Jöllenbeck am Brückenkopf,

  Quelle: Messtischblatt von 1941

  Zgl. Jöllenbeck am Brückenkopf Ketzin,

  um 1930

 

 

 

  Beim Handstrich, in dem Haus im

  Hintergrund befand sich der

  Tonschneider,

  Zgl. Jöllenbeck 1923

  Blick auf den Ortsteil Brückenkopf, von   

  den vielen Zgln. ist nichts mehr übrig, außer

  die vielen mit Wasser vollgelaufenen

  Tongruben, rechts am Bildrand die Trockenschuppen der Zgl. Jöllenbeck, (PK 1930er Jahre)

   

  Arbeiterhaus der ehemaligen

  Zgl. Jöllenbeck,

  23.04.2016, © H.M. Waßerroth

 

 

Ketzin

 

9 (U 119)

am Brückenkopf an der Zugbrücke südlich der Straße

 

1863

(1901)

um 1905

D

Ro

M

750 mm

Friedrich Hornemann beging am 13.05.1908 Selbstmord wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten,

1920/21 abgerissen,

Friedrich Hornemann (Potsdam)

  Lageplan der Zgl. von Friedrich Hornemann
 (U 119),
 Karte von 1897, Quelle: WSA Brandenburg

 

 

Ketzin

 

10

am Brückenkopf südlich der Straße Zachow - Ketzin

 

1863

um 1910

D

Rr

M

 

 

Friedrich ? Hornemann

 

 

 

 

Ketzin

 

 

 

 

11 (U 118)

am Brückenkopf

nördlich der Budüren Insel

 

um

1880

1901  

D

R

M

 

 

Friedrich Albrecht,

Koyno Skip,

Dr. Richard Rosenmund (Poppelsdorf),

Emilie Bathe geb. Hornemann und Karl Waßmannsdorf

  Lageplan der Zgl. an der Havel am Brückenkopf
 (U 118),
 Karte von 1897 mit Ergänzung von 1934,
 Quelle: WSA Brandenburg

 

 

Zachow

 

12

östlich von Zachow und nördlich der Landstraße nach Ketzin

 

nach 1880

um 1920

H

Ro

M

ja

W zur Tongrube westlich von Fernewerder und zur südlichen Zgl. von Otto Dietrich (Nr. 14)

(Wilhelm Hornemann)

 

Ketzin

13

am Brückenkopf

 

vor

1880

um 1910

D

Rr

M

 

Zusammenlegung mit der weiter südlich liegenden Zgl. (Nr. 14)

Otto Dietrich

 

 

Ketzin

 

 

14

an der Alten Havel

 

1865

1904

(MT)

D

Ro

M

 

Zusammenlegung mit der weiter nördlich liegenden Zgl. (Nr. 13)nahe der Straße von Zachow,

W zur Tongrube westlich Fernewerder im Mittelbruch

Otto Dietrich

 

 

Zachow

 

15

östlich von Zachow und südlich der Landstraße nach Ketzin bei Pferdewerder

 

1863

um 1914  

D

Ro

M

 

mit Stichkanal zur Alten Havel

Kuhlmey & Schrobsdorff

 

Schmergow

 

16 (U 117)

nördlich des Trebelberges am Südufer des Trebel Sees

 

1851

 1940

(1954)

Ro

1870

M

 

 

(Meyer) Merten u. Stackebrandt,
Adalbert Schilling

  Lageplan der Zgl. am Trebelberg (U 117),
 Karte von 1897, Quelle: WSA Brandenburg

 

   

  Zgl. Schmergow,

  Quelle: Messtischblatt von 1941

  Zgl. Schmergow am Südufer des

  Trebel Sees,

  Karte 1918 gelaufen,

  Verlag u. Foto: nicht bekannt

 

 

Schmergow

 

 

17 (U 116)

westlich des Trebelberges nördliche Zgl.

 

(1851)

1855

1920

Rr

M

 

teilweise von der Deponie Deetz überdeckt

Gutschmidt,

Brettschneider,

AG für Bauausführungen in Berlin

  Lageplan der Zgl. am Trebelberg (U 116

  neben U 117),
 Karte von 1897, Quelle: WSA Brandenburg

 

 

Schmergow

18

westlich des Trebelberges südliche Zgl.

 

1880

1939

D

Ro

M

 

teilweise von der Deponie Deetz überdeckt

Albert Schilling

 

Deetz

 

19

östlich von Deetz,

 

1863

um

1900

D

H

2x Rr

M

 

größte Zgl. in Deetz,

1900 Betriebseinstellung wegen Wassereinbruch in Tongrube,

Friedrich Voigt

 

  links die Zgl. Voigt, rechts die Zgl. der

  Bauvereins-Bank AG (#20),

  Quelle: Slg. Kreismuseum Genthin

 

Deetz

  

20

östlich von Deetz

 

1871

1920

(1940)

Ro

M

 

 

Berliner Bauvereins-Bank Actien-Gesellschaft

 

  hinten an der Havel erkennbar die Zgl.

  Brettschneider (#17), hinter dem

  Schornstein schwach erkennbar die Zgl.

  Schilling (#18), beide Zgln. auf Schmergower Flur, Quelle: Slg. Kreismuseum Genthin

 

Deetz

 

21

südwestlich von Deetz an der Götzer Straße

 (Am Wald)

 

1857

1927

D

R

M

ja

mit Stichkanal,

W zur Tongrube

(Hornemann & Wulkow),

R. Thietke

 

Deetz

22

südwestlich von Deetz an der Götzer Straße am Butzelberg

 

vor

1800 

um 1880

H

F

M

nein

 

Lehniner Mönche

 Deetz

23

südöstlich des Butzelberges alte Ziegelei vor
1780
(vor 1819) H
F

S

nein in S als alte Zgl. bezeichnet
 

 

 

Deetz

 

24

westlich von Deetz an der Havel, nördlich Ziegeleistraße

 

1870

1940

D

H

Rr

M

ja

W zur südl. geleg. Tongrube,

im II. Weltkrieg außer Betrieb,

nach 1945 nicht wieder in Betrieb, 1950 Ringofen abgerissen

Ernst Neumann

  Zgl. E. Neumann (auf der Karte rechte Zgl.),

  Quelle: Messtischblatt von 1941

  Zgl. Ernst Neumann,

  Quelle: Heimatverein Deetz

 

 

 

Deetz

 

 

25

westlich von Deetz am Stichkanal, südlich Ziegeleistraße

 

1877/

1880

1959/

1960

D

H

Ro

M

ja

W zur südl. geleg. Tongrube,

im II. Weltkrieg außer Betrieb, um 1956 Dammbruch vom 2. Stich (ab ca. 1953) zur Tongrube Franz Schüler, um 1970 Ringofen abgerissen,

letzte Ziegelei in Deetz

Rudolf Neumann,

(ab 1948/49 Fillies)

 

  Zgl. R. Neumann (auf der Karte linke Zgl.),

  Quelle: Messtischblatt von 1941

 

  Blick vom Götzer Berg über die alten

 Tonlöcher Richtung Deetz, etwas links

 die Zgl., schemenhaft zu erkennen die

 Dächer der Trockenschuppen (rechts vom Schornstein),

Foto: Weigelt 1960, Slg. Stadtmuseum Brandenburg

 

 

 

Götz

 

 

26

nordöstlich des Götzer Berges

 

1857

(1940)

1954

Ro ab

1868

M

ja 

W zur Ladestelle an der Havel,

später Stichkanal (mit heute unter Denkmalschutz stehender Drehbrücke in Handbetrieb)

Weber u. Bendel,

R. Boßdorf,

Daude,

Fritz Jöllenbeck,

VEB (K) Ziegelei Götz

  Zgl. Boßdorf,

  Quelle: Messtischblatt von 1941

  Ringofen der ehem. Zgl. in Götzer

  Ausbau, der Schornstein fehlt bereits,

  Foto: Weigelt, 1960,

  Slg. Stadtmuseum Brandenburg

 

Götz

 

27

östlich des Götzer Berges mittlere Zgl.

 

um

1880

1903

D

Rr

M

ja

W zur Ladestelle an der Havel,

später Stichkanal (mit heute unter Denkmalschutz stehender Drehbrücke in Handbetrieb)

Erich u. August Schultze

 

Götz

28

östlich des Götzer Berges südliche Zgl.

 

um

1880

1903

D

Ro

M

ja

W zur Ladestelle an der Havel

Wilhelm Schultze & Sohn

 

 

Götz

 

29 (U 111)

südlich der Havel am Kossäthen Bruch (Mittelbruch)

 

1860-

1870

1940

D

H

Ro

M

ja

nach dem Krieg von den Sowjets demontiert

von Oerzen,

Löwe,

L. A. Gericke,

F. Hübner

bekannte Besitzer:

1860/70 v. Oerzen (genaues Jahr unbekannt)

Löwe

1905 Ludwig August Gericke (Brandenburg)

um 1922 Fritz Hübner

Quelle: Günter Fillies, Heimatverein Deetz

  Lageplan der Zgl. an der Havel (U 111),
  Karte von 1897, Quelle: WSA Brandenburg

 

 

  Zgl. bei Götz,

  Quelle: Messtischblatt von 1941

 

 

Weseram

 

30

nordöstlich Weseram an der Straße nach Päwesin

 

vor

1880

vor 1900

F

M

nein

auf M als verfallen genannt, an gleicher Stelle später Haltepunkt Weseram Chaussee der WHKB

 

 

 

 

 

Weseram

 

 

 

31

südöstlich Weseram am Ende des Stichkanals

 

1854

(1862)

1940

D

H

Rr ab

1868

M

ja

W zur Tongrube östlich in den Wiesen, später Tongrube westlich von Roskow,

Kreuzung mit WHKB in

Km 9,9 + 22,60 (Strecke Krakauer Tor - Röthehof) und Km 18,5 +52,00 (Strecke BRB Altstadt - Roskow)

Quelle: DR Archiv Rbd Berlin

Christian August Hübner

(Weseram),

Fritz Hübner

  Zgl. Weseram,

  Quelle: Messtischblatt von 1941 

    Zgl. Weseram,

  Quelle: www.weseram.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ziegeleien der Region Lehnin

Kartenausschnitt, Quelle: "Karte der weiteren Umgebung von Brandenburg a. d. H.", Verlag: Paul Kahle, Nachf. C. Holzhauer,

Entworfen u. gezeichnet von C. Holzhauer1898, Nachträge bis 1909, Slg H. M. Waßerroth, Repro: © H. M. Waßerroth

 

 

Grebs

 

32

bei der Windmühle westlich von Grebs am Ortsrand, südlich des Weges nach Rotscherlinde

 

nach 1882

(MT)

vor 1900

F

M

 

nur kurze Zeit

 

  Zgl. bei Grebs,

  Quelle: Messtischblatt von 1890

 

 

Netzen

 

33 (E 4)

Nordöstlich von Netzen am Südufer des Netzener Sees westliche Zgl.

 

um

1875

1905

D

Rr

M

ja

W zu einer Grube südlich von Netzen zwischen Netzen und Michelsdorf (heute südlich der Autobahn)

Hans Grothe

 Lage der Ziegeleien am Netzener See (E 4),
 Karte von 1905, Quelle: WSA Brandenburg 

  Die beiden westlichen Zgln. am Netzener
 See 1928
 Slg. Stadtmuseum Brandenburg

 

Netzen

 

34

Nordöstlich von Netzen am Südufer des Netzener Sees östliche Zgl.

 

?

1904

(MT)

D

Rr

M

 

 

 

 

 

Netzen

 

35 (E 5)

Nordöstlich von Netzen am Südufer des Netzener Sees mittlere Zgl.

 

1875

1940

H

Rr

M

ja

W zu einer Grube südlich von Netzen (heute nördlich der Autobahn), später Übernahme der W-strecke der Zgl. Grothe durch die Ortsmitte

J. Matzanke & J. Schwarz

 Lage der Ziegeleien am Netzener See (E 5),
 Karte von 1905, Quelle: WSA Brandenburg 

 

 

  Zgl. Matzanke,

  Quelle: Messtischblatt von 1940 

  Gleis der W zu einer Tongrube östlich

  von Netzen in der Ortslage auf einer

  Karte von um 1910, Verlag u. Foto: unbekannt

  Ziegelei am Netzener See um 1920,

  Quelle: Chronik Netzen

 

 

  Die beiden westlichen Zgln. am Netzener
 See 1928
 Slg. Stadtmuseum Brandenburg

 

Nahmitz

 

36 (E 6)

an der Südspitze des Netzener Sees

 

 1868

um 1914

H,
R ab 1868

M

ja

W zur Tongrube nördlich Michelsdorf, Gleisanschluss der Kleinbahn Groß Kreutz - Lehnin

A. F. Schulze

 Lage der Ziegeleien in Nahmitz (E 6),
 Karte von 1905, Quelle: WSA Brandenburg

  Zgl. A. F. Schultze in Nahmitz

  Karte am 08.09.1907 gelaufen

  Verlag und Foto: nicht angegeben

Nahmitz

37 (E 7)

an der Kleinbahn nördlich des Klostersees   um
1890
um 1914 H

M

ja W zur Zgl. am Netzener See

A. F. Schulze

 Lage der Ziegeleien in Nahmitz (E 7),
 Karte von 1905, Quelle: WSA Brandenburg

   

 

Lehnin

38

östlich an der Südspitze des Klostersees

 

?

1905

Ro

M

 

 

Paul von Schuckmann

 

  Zgl. am Klostersee in Lehnin

  Karte am 08.08.1926 gelaufen

  Verlag: Postkartenverlag Hermann

  Haack, Genthin, Foto: nicht angegeben

 

  Vergrößerung aus der Original-

  Plattenaufnahme,

  Quelle: Slg. Kreismuseum Genthin

 

Lehnin

 

39

südlich des Endbahnhofes der Kleinbahn

neue Amtsziegelei

1736

1920

Ro

M

ja

W zur Tongrube am Erdeberg

von Löbell,

W. Schönfeld u. J. Rosenberg

 

Lehnin

40

westlich Lehnin an der Straße nach Michelsdorf

Burchardsche Zgl.

vor

1838

(1839)

um 1914

Ro u. Rr

M

ja

W zur Tongrube am Erdeberg

Burchard

 

Lehnin

 

41

westlich Lehnin u. südlich der Straße nach Michelsdorf am Erdeberg

alte Amtsziegelei

um

1200

um 1870

F

M

nein

gegründet mit Bau des Klosters,

auf Urmesstischblatt v. 1839 enthalten

 

 

Lehnin

42

südlich der Straße nach Michelsdorf kurz vor Michelsdorf

Schnettersche Zgl.

vor

1838

1904

(MT)

Rr

M

670 mm

W nach Lehnin zum Ziegelversand

Schnetter

 

Lehnin

43

an der Straße nach Michelsdorf kurz vor Michelsdorf

Zgl. Britz

vor

1880

1940

H

Ro

M

670 mm

W zum Bf. Lehnin,

W zur Tongrube südwestlich von Michelsdorf

Georg Schultze

  Zgl. Britz,

  Quelle: Messtischblatt von 1940 

  Reste der Zgl. Britz in der I. Hälfte

  der 1970er Jahre,

  30.06.1973, © H.M. Waßerroth

 

  Zur gleichen Zeit lag auch noch das

  W-gleis zur Tongrube unter der

  Fahrbahndecke,

  30.06.1973, © H.M. Waßerroth

 

Lehnin

44

an der Straße von Michelsdorf nach Rädel

Zgl. Schale

Fiedlersche Zgl.

1839

1942

H

Rr

M

ja

W zur nahen Tongrube

Fiedler

  Zgl. Schale,

  Quelle: Messtischblatt von 1940 

 

 

 

Michelsdorf

 

45

an der Straße von Michelsdorf nach Rädel

(heute Rädeler Straße 56–64)

Michelsdorfer Zgl.

(1817)

1839

1904

(MT)

H

Rr

M

670 mm

W zur nahen Tongrube,

W nach Lehnin zum Ziegelversand

Schulze

 

 

Rädel

 

46

südwestlich des Gohlitzsees an der Straße nach Rädel

neue Ziegelei

1905

(1963)

Ro

M

670 mm

W zum Bhf. Lehnin der Lehniner Kleinbahn und W zur Tongrube westlich von Rädel

Fabé

Jacob Ziem,

Märkische Ziegelwerke

Werk II

 

  Die neue Zgl. von der Hauptstr. aus

  gesehen,

  Zeit u. Foto: unbekannt
  Slg. Stadtmuseum Brandenburg

  Trockenschuppen der Zgl.

  Zeit u. Foto: unbekannt
  Slg. Stadtmuseum Brandenburg

 

  lange nach Betriebseinstellung waren noch

  Werkbahngleise an der Einfahrt zum

  Zgl.-Gelände vorzufinden,

  30.06.1973, © H.M. Waßerroth 

  bis heute hat sich ein Gleisrest der

  Lorenbahn im Straßenpflaster vor der

  ehemaligen Zgl. erhalten,

  05.07.2024, © H.M. Waßerroth

 

 

 

 

 

 

 

 

Rädel

 

 

 

 

 

 

 

47

südlich des Gohlitzsees an der Straße nach Rädel

alte Ziegelei

1763

1963

H

Rr ab

1867,

1905

ovaler

Anbau

S

M

670 mm

1736 erste Ziegelscheune,

ab 1893 W, anfangs als Pferdebahn, später mit Lok von Jung (Typ EL 105?), zum Schiffsverladeplatz am Kanal, später zum Bhf. Lehnin der Lehniner Kleinbahn, 1957 Lok Typ Ns 2h Fabr.-Nr. 248929 und 1959 Fabr.-Nr. 262096 von LKM beschafft, nach Betriebseinstellung kamen beide Loks nach Zehdenick,

Tongrube neben Zgl.,

nur Hintermauerziegel,

1962 Ringofen abgebrannt, Ruine noch erhalten

J. Ch. Eitz,

A. F. Freytag,

Dr. G. A. Freytag,

R. Fabé,

H. Krumwiede, Märkische Ziegelwerke, Zusammenlegung mit  Päwesin und Krahnepuhl, VEB (K) Brandenburger Ziegelwerke

bekannte Besitzer:

1736 Johann Christian Eitz

          Petrus Fiedler

                      Familie Eitz-Fiedler

1790

1840 August Ferdinand Freytag

1845 Reichenkron

(1848) Dr. Gustav Adolf Freytag (Baruth)

(1864) Georg Freytag

1867 Rudolf Fabé

1898 Heinrich Krumwiede (Brandenburg)

1919 Märkische Ziegelwerke, Besitzer: Adolf Rosemann

1945, dann 1952/53 als LPG(K) Ziegelwerke Rädel

1959 Zusammenlegung mit den Ziegeleien Päwesin und Kranepuhl

1959 VEB (K) Brandenburger Ziegelwerke mit Sitz in Kranepuhl

1963 Ziegelei geschlossen

Quelle: u. a. Heimatverein Rädel e. V.

  Arbeiter der Ziegelei Rädel, 30.05.1928

  Quelle: Heimatverein Rädel

  Foto: Riesenberg

       

  Ziegeltransport zum Bahnhof Lehnin,
 der Zug fährt entlang der Verbindungsstr.
 Lehnin - Rädel,
 Zeit u. Foto: unbekannt
Slg. Stadtmuseum Brandenburg

  erhaltene Reste des Ringofens

  05.07.2024, © H.M. Waßerroth

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ziegeleien der Havelregion von Klein Kreutz bis Brandenburg (Schleuse)

Kartenausschnitt, Quelle: "Karte der weiteren Umgebung von Brandenburg a. d. H.", Verlag: Paul Kahle, Nachf. C. Holzhauer,

Entworfen u. gezeichnet von C. Holzhauer1898, Nachträge bis 1909, Slg H. M. Waßerroth, Repro: © H. M. Waßerroth

 

Klein Kreutz

48 (U 106)

östlich von Klein Kreutz an der Havel

 

1862

um 1920

D

H

Ro

M

ja

nach 1945 Gaststätte,

heute Wassersportheim

Ferdinand Hübner
(Zechmeister)

  Lageplan der Zgl. bei Klein Kreutz an der Havel

  (U 106),
  Karte von 1897, Quelle: WSA Brandenburg

   

 

Wust

49 (E 3)

am Emster Kanal
an der Bahnlinie Potsdam - Magdeburg

Neue Ziegelei

1871

um 1914

H

Ro

M

ja

W zur Tongrube im Mittel Bruch

Gottlieb Schrobsdorff

  Lageplan der Zgl. an der Emster (E 3),
  Karte von 1897, Quelle: WSA Brandenburg

   

 

 

Klein Kreutz

 

 

50

im Fuchsbruch, östlich vom Runde Berg

Gutsziegelei

1871 1912 D
H
Rr

M

ja

W zur Tongrube am Fuchsbruch und zur Havel bei Klein Kreutz, Kreuzung mit WHKB in Km 3,2 + 60,60

Brennmeisterhaus erhalten,

Zgl. nach 1. WK abgetragen

August Wiese,
Herrmann Wiese

 

Gollwitz

 

51 (E 1)

westlich an der Krummen Havel an der Mündung des Emsterkanals

Rittergutsziegelei

um

1870

um 1914

D

H

Ro

M

ja

W zur Tongrube an der alten Emster

Major Georg von Hagen

  Lageplan der Zgl. bei Wust an der Havel (E 1),
  Karte von 1897, Quelle: WSA Brandenburg

   

 

Wust

52 (E 2)

östlich von Wust

Alte Ziegelei

(1853)

1870

um 1914

D

H

Ro

M

ja

W zur Tongrube nahe der alten Emster,

Stichkanal zur alten Emster

Dieckmann & Max Schrobsdorff

  Lageplan der Zgl. in Wust (E 2),
  Karte von 1897, Quelle: WSA Brandenburg

   

 

 

Brandenburg

 

 

53 (U 105)

am Stein-Bruch, neben Chaussee Brandenburg - Klein Kreutz

Trauer's Zgl.,

Bortfeldt's Zgl.,

 1875

vor

1950

D

H

Ro

M

600 mm

Ton aus Tonlagerstätte Gollwitz per Kahn antransportiert,

ab 1914 mit Strangpresse,

ab 1918 Ladegleis an der WHKB zw. Km 2,0 und 2,2

Friedrich Trauer,

Max Bortfeldt,

Max Grunow,

Margar. Grunow

bekannte Besitzer:

1875 - 1892 Friedrich Trauer

                     1878 - 1891 Fa. Trauer & Bortfeldt

1893 - 1908 Max Bortfeldt (1908 verstorben)

                     1892 - 1911 Fa. Bortfeldt

1908 - 1910 Witwe Emilie Bortfeldt geb. Trauer

                     1910 Zgl.-Verkauf durch Vermittlung des Zgl.-Besitzers

                     Hermann Jaeserich (Berlin)

1910 - 1939 Max Grunow

                     ab 1911 Inh. der Fa. Max Bortfeldt Nachf.

1939 -          Witwe Margarete Grunow geb. Noack

  Lage der Zgl. an der Steinhavel (U 105),
 Karte von 1927 mit Einbesserung von 1950,

  Quelle: WSA Brandenburg

   

 

 

  Zgl. Bortfeldt,

  Quelle: Messtischblatt von 1940

 

 

 

Foto: © H.M. Waßerroth

  Zgl. Bortfeldt 1925,

  Quelle: Dari-Verlag

 

     

  Ladegleis der Zgl. an der WHKB

 

 

Adresse der Zgl. in Brdbg. a. d. H. :

ab 1877 Vor dem Krakauertor

ab 1879 Krakauerstr.

ab 1880 Krakauerstr. 6

ab 1892 Krakauerstr. 11

ab 1912 Krakauerstr. 264

 

 

 

Klein Kreutz

 

 

54

im Fuchsbruch, nördlich vom Runde Berg

Zgl. Fuchsbruch

1862

1932

D

Rr

M

ja

1862 Doppelziegelofen,

W zur Zgl. Sander am Beetzsee (Nr. 88) und zur Havel bei Klein Kreutz,

Kreuzung mit WHKB

in Km 3,2 + 68,65

W mit Pferden

Weber & Rieder, Emil Koecher Inh. Maria Koecher (Brandenburg)

 Foto: © H.M. Waßerroth

  Panorama der Zgl. im Fuchsbruch,

  Aufnahme: 1908

  Arbeiter der Zgl. Emil Köcher in

  Klein Kreutz vor dem

  Hoffmannschen Ringofen,

  Aufnahme: 18.07.1928

  Übriggebliebene Pfeiler für die Schräge,

 über die die mit Ton gefüllten Loren

  mittels Seilwinde aus der Tongrube ins

  Maschinenhaus gezogen wurden,

 heute nicht mehr vorhanden, 

  Foto: unbekannt, etwa 1950er Jahre

 

 

Brandenburg

 

 

89

am Neustädtischen Wassertor

Neust. Ratsziegelei,

Betge's Ziegelei

vor

1722

1913

H

F

S

M

nein

Ziegelei und Kalkbrennerei,

ab 1897 nur noch Kalkbrennerei

Koppehl,

C. F. Betge,

Otto Euen

bekannte Besitzer:
 - Koppehl
1847 - 1867 Carl Friedrich Betge
                    1867 - 1877 Fa. C. F. Betge
1867 - 1877 Witwe Marie Betge geb. Hübner
1878 - 1889 Max Betge
                    1878 - 1889 Inhaber der Fa. C. F. Betge
1890 - 1896 Otto Euen
1897 - 1913 Otto Euen Kalkbrennerei
  Ziegel im Mauerwerk der Krakauer Mühle in der  
  Krakauer Straße
  Foto: © H.M. Waßerroth
Adresse der Zgl. in Brdbg. a. d. H. :
 Neust. Wassertor 56 f
ab 1851 Vor dem Wassertor 56 f (Neust.)
ab 1852 Wassertorstr. 56 f (Neust.)
ab 1854 Vor dem Wassertor 56 f (Neust.)
ab 1867 Straße vor dem Wassertore 13 (Neust.)
ab 1873 Straße vor dem Wassertor 13 (Neust.)
ab 1875 Wassertorstr. Neust. 13

 

Göttin

 

90

südlich vom Vorwerk Paterdamm

Zgl. Paterdamm

1880
(1872)

vor 1930

H
Rr

S

M

 

Produkt: rote Ziegel,
W zu Tongruben in den Göttiner Wiesen und südöstlich von Göttin

 

  Ziegel im Mauerwerk der linken Friedhofsmauer

  (nördliche) des Jüdischen Friedhofs in der

  Geschw.-Scholl-Straße, Foto: © H.M. Waßerroth 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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aus zahlreichen Quellen ausgewertet,

aufbereitet und zusammengestellt von H. M. Waßerroth

Vers.: 1.0.0. vom 05.07.2026

© Harumi Michelle Waßerroth