Brandenburg an der Havel ist
reich an Brücken, schon auf Grund der Lage in der
Niederung der Havel mit den zahlreichen Havelarmen.
Brücken wurden auch notwendig zur Überquerung
künstlich geschaffener Wasserläufe oder zur Kreuzung
anderer Verkehrswege. Der Bau, aber auch die
Unterhaltung von Brücken ist teuer. Da Brücken die
Querung von Hindernissen erleichtern, orientiert
sich die Anlage von Verkehrswegen an ihren Standort.
Auch das Wirtschaftsleben profitiert von einer
entsprechenden Infrastruktur. Das wiederum weckte
schnell Begehrlichkeiten in kommerzieller wie in
strategischer Hinsicht. Wer eine wichtige Brücke
kontrolliert, kann z.B. Brückenzoll kassieren oder
potentielle Feinde am Vormarsch hindern, weshalb im
Laufe der Geschichte Brücken immer wieder zerstört
oder unbrauchbar gemacht wurden.
Bei Weitem nicht von allen der vielen Brücken in
Brandenburg gibt es historische Aufnahmen. Meist
wurden nur die bekanntesten oder prägnantesten
Brücken für Fotos in Szene gesetzt. Kleinere oder
unscheinbare schafften es höchstens mal mit ins Bild
zu kommen. Sie sind oder waren halt da, wo sie sind
oder waren. Doch auch sie sind nicht minder wichtig.
Ihr Fehlen würde ein Loch in das Verkehrsgefüge
reißen.
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Die wohl am meisten fotografierte
Brücke in Brandenburg an der Havel ist die
Lange Brücke über die Havel und ihre
Nachfolger. Die erste Brücke an dieser Stelle als
Bindeglied zwischen der Altstadt und Neustadt
Brandenburg ersetzte um 1230/1240 die ursprüngliche
Fährverbindung zwischen beiden Städten. Im Laufe der
Zeit lösten mehrere Holzkonstruktionen einander ab,
bis 1892 eine Brücke mit eisernen Überbauten
eröffnet, diese dann 1929 von der
Jahrtausendbrücke als
Stahlbetonkonstruktion abgelöst wurde. Zum Ende des
Zweiten Weltkrieges am 29.04.1945 noch von sich zurückziehenden
deutschen Truppen gesprengt, ist sie wieder
aufgebaut und am 04.10.1947 ein zweites Mal
feierlich dem Verkehr übergeben worden.
Brückenschäden erforderten 1995/1996 einen erneuten
Neubau, der dann am 04.12.1996 in der heutigen Form
eingeweiht werden konnte.
Slg: H.M.Waßerroth, Foto:
unbekannt
Die alte Lange Brücke vor 1892
als Holzkonstruktion
Mühselig
rumpelt Triebwagen Nr. 6 der elektrischen
Straßenbahn über den klappbaren Teil der Langen
Brücke
Slg: H.M.Waßerroth, Foto:
unbekannt
War die Klappbrücke geöffnet,
ging auf der Straße nichts mehr
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
Stadtbauamt
Abbruch der Langen Brücke 1928
Slg: H.M.Waßerroth, Foto:
unbekannt
Ein Neubau der Brücke war
unumgänglich, Bau der Jahrtausendbrücke 1929
Slg: H.M.Waßerroth, Foto:
unbekannt
Festliche Eröffnung der
Jahrtausendbrücke am 07.09.1929 zur Jahrtausendfeier
der Stadt
Quelle: Bundesarchiv,
Foto: unbekannt
Einweihung der
Jahrtausendbrücke im
September 1929. Die Havel führte zu diesem Zeitpunkt
sehr wenig Wasser, am linken Bildrand ist
teilweise das Flussbett trocken gefallen.
Die Jahrtausendbrücke hieß dann
auch mal so, was ein trauriges Erbe nach sich zog
Hier ein kurzer Filmausschnitt
aus dem Film "Der Todeskampf der Reichshauptstadt -
ein General, der Führer und 2 Millionen Berliner"
(wie schon öfter haben die
Macher wohl aus fehlender Ortskenntnis Brandenburger
Aufnahmen Berlin zugeordnet)
Der Ausschnitt zeigt, wie die
Bevölkerung die durchhängenden Straßenbahnschienen
über dem gesprengten Teil der Jahrtausendbrücke für
die Überquerung der Havel nutzt, auch ist die
behelfsmäßige Pontonbrücke vom Salzhof zum
Heine-Ufer zu sehen. Die qualitativ recht guten
Aufnahmen müssten im Mai 1945 gemacht worden sein.
Quelle: you tube, Film: Cronos Media
(Achtung, Internetexplorer wird
nicht mehr unterstützt, Video läuft da womöglich
nicht, versuchen Sie es eventuell unter IE im
Kompatibilitätsmodus!)
Wiederherstellung der
Jahrtausendbrücke nach ihrer Zerstörung vom
29.04.1945 zum Ende des Krieges
Wohl genau so oft prägte die
Steintorbrücke über den heutigen
Stadtkanal das Motiv von Ansichtskarten.
Erste Holzbrücken vor dem
Steintor, daher der Name, der Stadtbefestigung der
Neustadt Brandenburg waren Zugbrücken. Sie wurden
später durch hölzerne Klappbrücken ersetzt. 1925
erfolgte ein Neubau der Steintorbrücke in
Betonbauweise, um den gestiegenen
Verkehrsanforderungen gerecht zu werden. In den
letzten Tagen des Krieges wie die meisten Brücken
Brandenburgs gesprengt, wurde sie in alter Form
wieder aufgebaut und am 20.04.1946 dem Verkehr
übergeben.
Für die elektrische Straßenbahn
musste die Klappbrücke verstärkt werden
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
Stadtbauamt
Abbruch der alten Steintorbrücke
1924
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
Stadtbauamt
Abbruch der alten Steintorbrücke,
dabei wurde auch das direkte Umfeld auf der
Turmseite umgestaltet
Slg: H.M.Waßerroth, Foto:
unbekannt
Feierliche Einweihung der
Steintorbrücke am 01.11.1925
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
Stadtbauamt
Ein Bild der Zerstörung nach Ende
des Zweiten Weltkrieges. Hier stand die
Steintorbrücke, auch das Karee Jacobstraße/Große
Gartenstraße/Kirchhofstraße mit Reuscherstraße war
nur noch Schutt und Asche
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
Stadtbauamt
Für den Wiederaufbau der
Steintorbrücke wurde in diesem Bereich die Havel
trockengelegt,
Karte am 20.01.1961 gelaufen
Slg. Waßerroth, Verlag: VEB Bild & Heimat,
Reichenbach, Foto: Darr
Die wieder aufgebaute
Steintorbrücke 1960 mit sowjetischem Ehrenmal.
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Die St. Annenbrücke
am südöstlichen Eingang zur Neustadt Brandenburg vor
dem damaligen St. Annentor führte vom 1631
angelegten St. Annendamm über den früheren
Stadtbefestigungsgraben zur Stadt. Sie war wie zu
dieser Zeit üblich eine Holzbrücke. 1858 wurde sie
als doppelte Klappbrücke (für jede Fahrbahn ein
Klappenpaar) neu gebaut. Für den Betrieb der
elektrischen Straßenbahn noch verstärkt, wurde sie
dann 1912 durch einen Massivbau aus Eisenbeton
ersetzt. Zum Kriegsende ist sie am 24.04.1945 vor
den herandrängenden Russen gesprengt worden. Da die
St. Annenbrücke aber nicht vollkommen zerstört
wurde, konnten die Russen hier trotz heftiger
Gegenwehr den Stadtkanal relativ leicht überqueren.
Karte am 03.05.1904 gelaufen
Slg. Waßerroth, Verlag: Reinicke & Rubin,
Magdeburg, Foto: nicht angegeben
Die St. Annenbrücke noch zu
Pferdebahnzeiten, deutlich sind die beiden
Klappenpaare erkennbar
Slg: H.M.Waßerroth, Foto:
unbekannt
Die St. Annenbrücke als Klappbrücke 1911
kurz vor ihrem Abbruch
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
Stadtbauamt
Neubau der St. Annenbrücke 1912,
das haus im Hintergrund wurde zum Kriegsende
zerstört
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
Stadtbauamt
Neubau der St. Annenbrücke 1912,
im Hintergrund die St.-Annen-Straße
Karte nicht gelaufen
Slg. Waßerroth, Verlag: Carl H. Odemar,
Magdeburg, Foto: nicht angegeben
Im Vordergrund die St.
Annenbrücke als Behelfsbrücke 1945/46. Die heftigen
Straßen- und Häuserkämpfe beim Erstürmen der Stadt
in diesem Bereich haben von der einstigen Pracht der
St. Annenstraße und Seitenstraßen nichts mehr übrig
gelassen. Die Straßenbahn konnte die Notbrücke nicht
befahren, die Schienen endeten kurz davor.
Karte am 03.12.1965 gelaufen
Slg. Waßerroth, Verlag: VEB Bild & Heimat,
Reichenbach, Foto: Darr
Blick in die im Einheitsstil neu aufgebaute
Friedensstraße, heute wieder St.-Annen-Str. mit
Friedensbrücke, 1965
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
Stadtbauamt
Die heutige St. Annenbrücke,
im Hintergrund die Reichstein-Villa
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Während die Klappbrücken über die schiffbaren Havelarme
durch massive Brücken ersetzt wurden, ist die Brücke
über den damals noch schiffbaren Teil des
Jakobsgrabens in der Potsdamer Straße als
Hubbrücke
erbaut worden. Für die Passage der Lastkähne wurde
die Brücke mittels 4 Spindeln an den 4 Ecken
emporgehoben. Diese Konstruktion bestand noch bis in
die 1960er Jahre, wurde aber nicht mehr genutzt und
später durch eine feste Brücke ersetzt.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
unbekannt
Die Potsdamer Straße mit Brücke über den
Jakobsgraben noch als Klappbrücke,
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
unbekannt
Blick über die Hubbrücke über den Jakobsgraben in
der Potsdamer Straße stadteinwärts, 1930er Jahre,
deutlich zu erkennen die 4 Säulen, in denen sich die
Spindeln befanden.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
unbekannt
Die Hubbrücke über den Jakobsgraben im
hochgefahrenen Zustand, Blick stadteinwärts,
Aufnahme: wahrscheinlich Ende der 1920er Jahre,
das rechts zu sehende Verkehrsschild hatte von 1927
bis 1934 Gültigkeit
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
unbekannt
Blick über die Hubbrücke in
der Potsdamer Straße stadtauswärts zu DDR-Zeiten vor
dem Umbau,
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st 1890/91 als zweiter Havelübergang im
Zusammenhang mit dem Bau der Luckenberger Straße.
Sie war ein wichtiges Bindeglied zwischen den
Stadterweiterungsgebieten Neuendorfer Vorstadt und
Wilhelmsdorfer Vorstadt. Anfangs ebenfalls als
Klappbrücke ausgeführt, entstand 1923 eine
Brückenkonstruktion aus Beton. Sie wurde am
28.10.1923 eingeweiht. Zum Ende des Zweiten
Weltkrieges ist sie ebenfalls gesprengt, aber schon
1945 wieder hergestellt und am 09.12.1945 eröffnet
worden.
Am 12.10.2001 war die Verkehrsübergabe der heutigen,
neu erbauten Luckenberger Brücke.
Die Pferdebahn befuhr bis zu ihrer
Betriebseinstellung die Klappbrücke, die elektrische
Straßenbahn konnte die neue Luckenberger Brücke erst
nach Neubau der Gleisanlage in der Bauhofstraße und
Weiterführung direkt zum Nikolaiplatz 1928 nutzen.
Diese Maßnahme wurde durch den geplanten Neubau der
Jahrtausendbrücke notwendig.
Karte am 30.11.1902 gelaufen
Slg. Waßerroth, Verlag: Selle & Kuntze Nachf.,
Brandenburg a.H., Foto: nicht angegeben
Seltene Aufnahme der ersten Luckenberger Brücke um
1900 als Klappbrücke,
links das Haus mit der Gaststätte "Havelschlößchen"
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
unbekannt
Die Luckenberger Brücke im Ursprungszustand,
Karte am 03.07.1926 gelaufen
Slg. Waßerroth, Verlag: O- Sidow & Co.,
Brandenburg a. Havel, Foto: nicht angegeben
Blick über die Luckenberger Brücke als Klappbrücke,
die Straßenbahn befuhr zu dieser Zeit die Brücke
nicht
Slg: H.M.Waßerroth, Foto:
unbekannt
Die Luckenberger Brücke nach ihrem Neubau 1923
Slg: H.M.Waßerroth, Foto: Petzold
Anfangs nutzte noch keine Straßenbahn die neue
Luckenberger Brücke und die Pferdebahn befuhr nur
bis 1904 die frühere Klappbrücke.
Karte nicht gelaufen
Slg. Waßerroth, Verlag: Trinks & Co. G. m.
b. H., Leipzig, Foto: nicht angegeben
Die Luckenberger Brücke 1931
Quelle: Slg Stadtmuseum
Brandenburg an der Havel, Foto:
unbekannt
Die zerstörte Luckenberger Brücke nach Kriegsende im
Mai 1945
Slg Stadtmuseum
Brandenburg an der Havel, Foto:
unbekannt
Wiederaufbau der Luckenberger Brücke in der zweiten
Hälfte des Jahres 1945
Foto: H. M. Waßerroth
Die Luckenberger Brücke heute, Aufnahme
10.08.2016
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Eine Brücke, die nur kurze Zeit bestand, war die
Behelfsbrücke am Stadtbad (ab 1945
Alfred-Messel-Platz). Von der Schillerstraße wurde
der Verkehr über die Behelfsbrücke zur Neuendorfer
Straße nahe Nicolaiplatz geführt. Es war die
günstigste Ausweichroute für die gesprengte
Luckenberger Brücke. Die anfangs angelegte
Behelfsbrücke an der Jahrtausendbrücke war auf Grund
der umliegenden Bebauung nur unzureichend für
Fahrzeuge erreichbar.
Nach Wiederherstellung der Luckenberger Brücke wurde
diese Behelfsbrücke wieder entfernt.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
unbekannt
Bau der Behelfsbrücke am Stadtbad im Mai 1945,
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
unbekannt
An dem Brückenbau waren maßgeblich sowjetische
Pioniere beteiligt, Mai 1945
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
unbekannt
Auch beim Brückenbau ließ man sich gern
fotografieren, Mai 1945
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
unbekannt
Die Behelfsbrücke kurz vor Fertigstellung im Mai
1945,
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
unbekannt
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Die ganz einfach nur als Kanalbrücke
benannte Brücke über den Stadtkanal entstand im
Zusammenhang mit dem Bau der Luckenberger Brücke als
zweiter Havelübergang 1890/91. Wie alle Brücken über
Schifffahrtswege in Brandenburg an der Havel wurde
sie als Klappbrücke erbaut und hier auch wie die
Steintor- und St. Annenbrücke mit zwei Klappenpaaren
ausgerüstet. Die Pferdebahn nutzte diese Brücke für
ihre Strecke durch die neue Bauhofstraße zum
Nicolaiplatz. Für die elektrische Straßenbahn wurde
die Klappbrücke nicht mehr ertüchtigt. Als der Bau
der Jahrtausendbrücke geplant wurde entschloss man
sich, als Ersatzstrecke für die Unterbrechung der
Strecke in der Haupt-/Ritterstraße, die Kanalbrücke
durch einen Massivbau zu ersetzen, um von der
Bauhofstraße wieder zum Nicolaiplatz fahren zu
können. Diese 1927/28 als Balkenbrücke aus
Stahlbeton erbaute Kanalbrücke dient noch heute dem
Verkehr. Den Zweiten Weltkrieg überstand sie relativ
unbeschadet, ist aber langsam in die Jahre gekommen
und wird demnächst durch einen Neubau ersetzt.
Slg: H.M.Waßerroth, Foto: unbekannt
Die Kanalbrücke am Verkehrshof der Straßenbahn und
Elektrizitätswerk nach Inbetriebnahme der
elektrischen Straßenbahn. Deutlich zu erkennen, dass
bei Reparaturarbeiten am Holzbohlenbelag der Brücke
die Schienen der ehemaligen Pferdebahn bereits
teilweise entfernt wurden.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
unbekannt
Die alte Kanalbrücke,
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
unbekannt
Neubau der Kanalbrücke, Im Hintergrund schemenhaft
die Luckenberger Straße
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
unbekannt
Neubau der Kanalbrücke
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
unbekannt
Die neue Kanalbrücke vom Wohlfahrtszentrum (heute
AOK) gesehen,
Karte nicht gelaufen
Slg. Waßerroth, Verlag: Otto Wagner,
Brandenburg (Havel), Foto: nicht angegeben
Die Kanalbrücke nach ihrer Fertigstellung Ende der
1920er Jahre
Die Kanalbrücke von 1927/28 heute, Aufnahme
10.08.2016
Foto: H. M. Waßerroth, Brandenburg a. d.
Havel
Foto: H. M. Waßerroth
Blick über die Kanalbrücke in die Bauhofstraße
heute, die alte Betonbrüstung wurde durch
Stahlgeländer ersetzt,
Aufnahme 10.08.2016
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Die Gottfried-Krüger-Brücke,
benannt nach ihrem Stifter Gottfried Krüger, ist
eine kleine Brücke nur für Fußgänger. Auch sie hat
eine Vorgeschichte.
Anfang der 1890er Jahre wurde eine Uferstraße
entlang des heutigen Heinrich-Heine-Ufers mit einer
Brücke über den Pumpergraben geplant. Der Bau der
Straße und auch der Brücke erfolgte aber aufgrund
von Einsprüchen der Anlieger nicht. Nach Zukäufen
von Grundstücken am linken Havelufer konnte die
Stadt nach 1918 eine Grünanlage mit Promenadenweg
anlegen. Für die Überquerung des Pumpergrabens baute
man 1921 als Stahlkonstruktion mit Holzbohlenbelag
eine Fußgängerbrücke. Ihre feierliche Einweihung
fand am 08. Januar 1922 statt.
Den charakteristischen Bogen, der ihr im Volksmund
den Namen "Bauchschmerzenbrücke" einbrachte, erhielt
die Brücke wegen notwendiger Kahndurchfahrten zu am
Ende des Grabens existierendem Kleingewerbe, u.a.
der Mostrichmühle, die beliefert werden mussten.
Da der Kommerzienrat Gottfried Krüger die Mittel für
den Brückenbau gestiftet hatte, wurde sie nach ihm
benannt.
Quelle: Slg Stadtmuseum
Brandenburg an der Havel, Foto:
unbekannt
Slg. Waßerroth, Verlag: VEB Bild & Heimat,
Reichenbach, Foto:
nicht angegeben
Blick von der Gottfried-Krüger-Brücke über die Havel
zur Johanniskirche 1969, zur leichteren Begehbarkeit
des Brückenbogens der "Bauchschmerzenbrücke" wurden
Treppenstufen angelegt.
Karte am 28.01.1977 gelaufen
Slg. Waßerroth, Verlag:
VEB Bild und Heimat, Reichenbach, Foto: Kampmann,
Berlin
Die Gottfried-Krüger-Brücke 1973
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Die Pumpergrabenbrücke an der Mostrichmühle
ist heute nur noch ein verrohrter Durchlass in der
Grabenstraße. An der Stelle der ehemals 4
nebeneinander existierenden Wassermühlen im
Pumpergraben erinnert nichts mehr. Heute ist an
dieser Stelle ein Parkplatz. Mit Abriss der Mostrich
Mühle als letzte verbliebene Mühle und Umbau des
Grabenstaus 1974 endete die Geschichte der Mühlen in
der Grabenstraße.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Die Brücke der Mostrichmühle in der Grabenstraße
über das Oberwasser der Mühle, Aufnahme: Winter
1961/62
Der neue Durchlass in der Grabenstraße wird gebaut,
auch die letzte Mühle ist Geschichte, 1974
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Die Pumpergrabenbrücken des die
Schillerinsel in der Grabenpromenade umfließenden
Pumpergrabens sind zwei kleine Brücken im Zuge der
die Schillerinsel kreuzenden Havelstraße vor der
alten Stadtmauer der Neustadt. Der Pumpergraben war
früher der äußere Wehrgraben der Stadtbefestigung
der Neustadt Brandenburg.
Slg. Waßerroth, Verlag: J. Friedländer,
Brandenburg a. H., Foto: nicht angegeben
Blick von der Schillerinsel die Havelstraße entlang
nach Westen um 1900
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Die Fußgängerbrücke im Theaterpark
an der Grabenpromenade war ursprünglich eine
Holzbrücke, die im Krieg zerstört wurde. Sie verband
den Theaterpark, vormals Försterwiese, mit der
Grabenpromenade. Die ehemalige Försterwiese war ein
sumpfiges Gelände, das ab 1886 nach und nach
aufgeschüttet wurde.
In den 1970er Jahren ist an ihrer Stelle eine
neue Brücke errichtet worden.
Die im Krieg zerstörte hölzerne Brücke zwischen Grabenpromenade
und Försterwiese, heute Theaterpark,
Aufnahme: Weigelt, Slg: Stadtmuseum Brandenburg
Die Ende der 1970er Jahre neu errichtete Brücke zwischen Grabenpromenade
und Theaterpark, November 1979
Aufnahme: Weigelt, Slg: Stadtmuseum Brandenburg
Die Brücke zwischen Grabenpromenade
und Theaterpark, November 1979
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Die Wredowbrücke in der
Wredowstraße wurde am 08.05.1909 in der Verlängerung der
Wredowstraße zur den westlich des Jakobsgrabens
entstehenden Wohnbauten als Klappbrücke
fertiggestellt.
Der Jakobsgraben war zu dieser Zeit bis zur
Försterbrücke noch für die angrenzenden Betriebe von
Lastkähnen befahrbar. Diese Brücke war als
Holzbrücke errichtet, nur die Träger für die
Fahrbahn und das Gestell zum Öffnen der Klappen waren aus Stahl.
Heute überbrückt eine Betonbalkenbrücke den
Jakobsgraben an dieser Stelle.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
unbekannt
Die am 01.05.1909 fertiggestellte Brücke im Verlauf der Wredowstraße über den
Jakobsgraben als Klappbrücke,
dahinter das Grundka-Werk (spätere
Konsü-Waffelfabrik)
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
Stadtbauamt
Die Klappbrücke über den Jakobsgraben in der
Wredowstraße mit dem stählernen Gestell zum Anheben der
Brückenklappen, Blick Richtung Bauhofstraße,
etwa um 1920 aufgenommen, dahinter das Grundka-Werk
(spätere Konsü-Waffelfabrik)
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
unbekannt
Erhebliche Schäden an der Brückenkonstruktion in der
Wredowstraße zwangen zur Sperrung für den
Fahrzeugverkehr,
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
Stadtbauamt
Nur noch Fußgänger durften die Brücke in der Wredowstraße
nutzen,
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
Stadtbauamt
Deutlich erkennbar der marode Zustand der Brücke über den
Jakobsgraben,
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
Stadtbauamt
Neubau der Brücke im Verlauf der Wredowstraße über den
Jakobsgraben,
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
Stadtbauamt
Neubau der Brücke als Holzkonstruktion,
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
Weigelt
Die hölzerne Brücke vor vor dem Krieg im Verlauf der Wredowstraße
vor dem Abbruch, Aufnahme: 10.01.1964,
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
Weigelt
Behelfsbrücke in der Wredowstraße über den
Jakobsgraben während des Neubaus der Brücke 1964,
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Die Fritz-Förster-Brücke über den
Jakobsgraben bekam ihren Namen wohl schon im 16.
Jahrhundert. Seine genaue Herkunft ist aber nicht
eindeutig belegt.
Um das Jahr 1569 wurde ein sogenannter Kläterpot an
dieser Stelle erwähnt. Nach damaligem Verständnis
war damit ein Holzvoigt gemeint, der darauf zu
achten hatte, dass die aus den Neustädtischen
Wäldern kommenden Holzfuhren rechtmäßig waren und
kein Diebstahl erfolgte. Nebenbei sollte er auch
Sorge für das Neustädtische Waldrevier tragen. An
der Brücke stand ein Torhaus, ein Vortor vor dem
Steintor. Die nachfolgenden Häuser wurden dann
Försterhäuser, bis sie ab 1828 als Dienstwohnungen
der Förster in den Neustädtischen Forst bei
Wilhelmsdorf verlegt wurden. Ab 1835 diente das Haus
an der Brücke als Torkontrollhaus.
Slg: H.M.Waßerroth, Foto:
unbekannt
Die Försterbrücke mit Jakobskapelle im Jahre 1872
Karte an 07.10.1901 gelaufen
Slg. Waßerroth, Verlag: R. Jacobs,
Blankenburg-H., Foto: nicht angegeben
Die Jacobstraße mit Förster-Brücke im Vordergrund
und der im Jahre 1892 um 11 Meter nach Westen
verrückten Jakobskapelle, im Volksmund eher als
"Verrückte Kapelle" bekannt, um 1900
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
unbekannt
Links hinter der Brücke das prächtige Haus hat den
Krieg nicht überstanden und wurde abgerissen,
Quelle: Bundesarchiv,
Foto: unbekannt
Die Förster-Brücke mit "Verrückte Kapelle" von der
anderen Seite aufgenommen im Februar 1930
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Die Brücke über den Jakobsgraben an
der Einmündung Am Jakobsgraben / Hausmannstraße /
Linienstraße wurde zum Ende der 1920er Jahre gebaut.
Sie war eine längst notwendige Verbindung der
aufstrebenden Wilhelmsdorfer Vorstadt zur
Bahnhofsgegend. Vorher existierte hier nur eine
Fußgängerbrücke.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
unbekannt
Behelfsbrücke für die Fußgänger während des Baus der
Straßenbrücke,
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Rammarbeiten für den Brückenbau, das Wohnhaus rechts
neben der Baustelle steht noch heute, ist aber
vieler Schmuckelemente der Fassade beraubt, im
Hintergrund links das Sägewerk in der
Otto-Gartz-Str., es wurde später abgebrochen,
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Gegenüber in der Linienstraße stand dieses Wohnhaus,
es wurde zum Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört,
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
unbekannt
Blick in die Linienstraße, im Vordergrund das fast
fertige Lehrgerüst für die Bogenbrücke,
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Das Lehrgerüst ist fast fertig,
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Die Eisenbieger sind am Werk für die Fertigung des
Überbaus, Blick Hausmannstraße
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
unbekannt
Die in der gleichen Ziegeloptik wie die Brücke
errichtete charakteristische Lampe auf der Ostseite
vor ihrer Fertigstellung,
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Die Brücke kurz vor der Fertigstellung,
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Die Brücke kurz vor der Eröffnung,
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Die Büttelhandfaßgrabenbrücke
in der Wilhelmsdorfer Straße an der Einmündung der
Göttiner Straße, kein Postkartenmotiv, aber
glücklicherweise doch auf Fotos erhalten, gibt es
heute nicht mehr.
Der Büttelhandfaßgraben hat seinen Namen von der
sich hier im Mittelalter befindlichen
Hinrichtungsstätte der Städtischen Gerichtsbarkeit.
Selbst in der Sage vom legendären Räuberhauptmann
Habakuk Schmauch wird von dieser Hinrichtungsstätte
berichtet. >Nach der Hinrichtung aber wusch sich der
Scharfrichter die Hände in des 'Büttels Handfaß',
einem in der Nähe vorbei fließenden Bache, dem
Büttelhandfaßgraben.<
Zum Kriegsende 1945 wurde auch diese Brücke
gesprengt. Die Straßenbahnschienen der Strecke zur
Planebrücke waren aber nicht zerstört und wurden
eiligst mit Brettern und Bohlen abgedeckt und
dienten so der vor den Russen aus der brennenden
Stadt gen Westen fliehenden Bevölkerung als
Notbrücke. Nach der provisorischen Wiederherstellung
der Brücke nach Kriegsende hatten die Russen hier
einen Kontrollposten errichtet, um zu kontrollieren,
wer in die Stadt rein wollte.
Der Büttelhandfaßgraben hatte in diesem Bereich
keinen langen Bestand mehr. Anfang der 1950er Jahre
wurde er hier zugeschüttet, die Brücke entfernt und
ein Bahndamm für das Verbindungsgleis vom Altstadt
Bahnhof zur Brandenburg-Belziger Strecke der
Städtebahn aufgeschüttet. Genau an Stelle der
Grabenbrücke entstand nun eine Eisenbahnbrücke über
die Wilhelmsdorfer Straße. Die extrem schlechten
Untergrundverhältnisse im ehemaligen Grabenverlauf
bereiteten bei der Gründung der Widerlager der
Eisenbahnbrücke große Schwierigkeiten.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Blick über die Brücke über den Büttelhandfaßgraben
in die Wilhelmsdorfer Straße in den 1930er Jahren
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Blick über die Brücke über
den Büttelhandfaßgraben zur
Wilhelmsdorfer Landstraße in
den 1930er Jahren
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Die Brücke vor dem Rathenower Tor,
heute als Brücke so nicht mehr erkennbar,
überspannte ursprünglich den äußeren Stadtgraben der
im Mittelalter angelegten Stadtbefestigung der
Altstadt Brandenburg. Nach 1900 kam es zu
grundlegenden Umgestaltungen der ehemaligen Anlagen
der Stadtbefestigung. Die Wallstraße entstand
bereits 1885 nach Abbruch der dortigen Stadtmauer,
der äußere Stadtgraben wurde 1901 zugeschüttet und
parkähnlich umgestaltet. Die Brücke am Rathenower
Tor hatte ihre Funktion verloren und wurde später
dann verfüllt, ist aber unter der heutigen
Straßendecke noch erhalten. (Gleiches gilt für die
Brücke am Plauer Tor.)
Karte am 02.08.1927 gelaufen
Slg. Waßerroth, Verlag: Gustav Weiss,
Brandenburg a. H., Foto: nicht angegeben
Die ehemalige Brücke gesehen vom
Walther-Rathenau-Platz Mitte der 1920er Jahre
Ursprünglich als Krakauer Brücke bezeichnet und
erstmals 1216 urkundlich erwähnt, wurde in einer
Urkunde von 1384 die Homeyenbrücke
unter diesem Namen erwähnt. Der zunehmenden
Schifffahrt auf der Havel Rechnung tragend entstand
im Jahr 1574 an dieser Stelle eine hölzerne
Zugbrücke. Später baute man dann eine Klappbrücke.
Sie war die letzte Klappbrücke über die Havel in der
Stadt Brandenburg und wurde erst 1936 durch einen
Massivbau ersetzt, hatte aber nicht lange Bestand.
In den letzten Kriegstagen 1945 ist auch sie
gesprengt worden. Die wiederhergestellte
Homeyenbrücke, eröffnet am 20.07.1946, wurde dann
auf Grund ihres Alters und wegen gravierender
Brückenschäden 2009 durch einen modernen Neubau
(Stahlverbundbrücke) ersetzt und im Frühjahr 2010
eingeweiht.
Quelle: OstCola, Foto: unbekannt
/ nicht angegeben
Die Homeyenbrücke als Klappbrücke
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Neubau der Homeyenbrücke, Aufnahme: 1935,
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Behelfsbrücke für Fußgänger während des Neubaus der
Homeyenbrücke, Aufnahme: Oktober 1935
Karte nicht gelaufen
Slg. Waßerroth, Verlag: Schöning & Co.,
Lübeck, Foto:
nicht angegeben
Die neue Homeyenbrücke in den 1930er Jahren,
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Die zu Kriegsende gesprengte Homeyenbrücke mit
Behelfsübergang 1945,
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Die wiederhergestellte Homeyenbrücke, wie sie bis
2008 existierte,
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Die Brücke über den Große Überfall
in der nördlichen Zufahrt zur Dominsel zwischen
ehemaliger Mittelmühle (später Mehlspeicher) und der
Burgmühle ist eng mit der Geschichte des Mühlenstaus
der Havel verbunden. Der große Überfall diente der
Regulierung des Wasserstandes in der Oberhavel für
den Mühlenbetrieb. Später übernahm die künstlich
angelegte Stimmingsarche mehr und mehr diese
Funktion.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: Weigelt
Der Große Überfall vom Unterwasser gesehen, 1961
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: Weigelt
Der Große Überfall 1961
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: Weigelt
Der Große Überfall vom Oberwasser gesehen, 1961
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Die Brücken über die Mühlengerinne
in der Krakauer Straße und auf dem Mühlendamm waren
in etwa alle ähnlich; eine Brücke mit
Holzbohlenbelag für Fahrbahn und Fußweg nur ca. 1,5
Meter über mittlerem Oberwasser und enge Gitterstäbe
am Zufluss um Treibgut von der Wehranlage und den
dahinter befindlichen Mühlenrädern abzuhalten.
Heute sind die Mühlengerinne alle zugeschüttet und
die Brücken entfernt.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: Weigelt
Brücke über das Mühlengerinne der Krakauer Mühle in
der Krakauer Straße, gegenüber hinter den beiden
oben gerundeten Fenstern befand sich das Wehr und
das Mühlrad (über die ganze Breite), Februar 1964
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: Weigelt
Das zweite Gerinne der Krakauer Mühle (domseitig),
Februar 1964
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Die ursprüngliche Fußgängerbrücke über den
Domstreng (oder auch Mühlenstreng)
unterhalb der Burgmühle zwischen Grillendamm und Dom
wurde in den 1920er Jahren erbaut. Ihre hochbauchige
Form bekam sie, um dem Schiffverkehr zur Burgmühle
zu ermöglichen, was ihr auch den Namen Himmelsbrücke
einbrachte. Sie diente vornehmlich den Schülern der
Ritterakademie zum Erreichen der Sportplätze am
Grillendamm.
Die heutige Brücke wurde 2006 fertig gestellt.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: Stadtbauamt
Die bauchige Fußgängerbrücke über den Domstreng vom
Großen Überfall aus gesehen, die Sportplätze am
Grillendamm sind erst neu angelegt
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: Heinsdorff
Die bauchige Fußgängerbrücke über den Domstreng, erste Hälfte 1940er
Jahre
Foto: H. M. Waßerroth
Die heutige Brücke über den Domstreng (Mühlenstreng)
aus Stahl, Aufnahme 07.09.2025
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Die heutige Brücke über die Näthewinde
ist eine zweigelenkige Bogenbrücke mit aufgehängter,
unten liegender Fahrbahn. Sie dient nur dem
Fußgänger- und Radverkehr und stellt eine Verbindung
von der Hammerstraße zur Dominsel her. Erbaut wurde
sie 1998.
Die alte Brücke über die Näthewinde wurde in
einfacher Holzbauweise 1942 errichtet. Auch sie
hatte eine ausreichende Höhe, um die Durchfahrt für
Lastkähne zur Heidrich-Mühle am Mühlendamm zu
gewährleisten. Leider gibt es zur alten Brücke kaum
weitere Informationen.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
Stadtbauamt
Bau der Fußgängerbrücke über die Näthewinde, 18.02.1942
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
Stadtbauamt
Bau der Fußgängerbrücke über die Näthewinde, 18.02.1942
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
Stadtbauamt
Die fertige Fußgängerbrücke über die Näthewinde, die
Rampen wurden nur halbherzig hergestellt 18.08.1942
Slg: Stadtmuseum Brandenburg, Foto:
Stadtbauamt
Die fertige Fußgängerbrücke über die Näthewinde,
18.08.1942
Foto: H. M. Waßerroth
Die heutige Fußgängerbrücke über die Näthewinde,
Aufnahme: 14.07.2023
Foto: H. M. Waßerroth
Die heutige Fußgängerbrücke über die Näthewinde,
Aufnahme: 07.09.2018
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Die Schleusenbrücke an der
Vorstadtschleuse in der Krakauer Vorstadt wurde
notwendig, als von 1881 bis 1882 ein Durchstich von
der Oberhavel zum Beetzsee mit der Vorstadtschleuse
gebaut wurde. Ihren Namen bekam sie durch ihre Lage
zur Schleuse. Die erste Brücke an dieser Stelle
hatte in der Fahrbahn Klappen, die geöffnet werden
konnten, wenn ein Segelkahn unter ihr durchfuhr.
Durch den Bau der Schleppzugschleuse von 1906 bis
1909 neben der Vorstadtschleuse war auch eine Brücke
mit viel größerer Spannweite erforderlich. Die neue
stählerne Straßenbrücke überspannte nun beide
Schleusen im Bereich der Oberhäupter.
Nach Reparatur der Kriegsschäden diente diese Brücke
noch bis in die 1960er Jahre und wurde 1967 durch
eine neue Spannbetonbrücke, die durch Höherlegung
eine größere Durchfahrtshöhe gewährleistet, ersetzt.
In naher Zukunft soll die derzeitige Brücke zur
weiteren Vergrößerung der Durchfahrtshöhe angehoben
werden. Das wird wohl nicht mehr werden, da in
jüngster Zeit ehebliche Schäden an der Brücke
festgestellt wurden und ein Neubau dringend
notwendig ist.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Die erste Schleusenbrücke von 1891.
Karte nicht gelaufen
Slg. Waßerroth, Verlag: Gotthilf Erhard,
Brandenburg-Havel, Foto: nicht angegeben
Blick in die Schleusenkammer der 1883
eröffneten Vorstadtschleuse (Nordkammer). Rechts
erkennbar die Schleusenkammer der 1909 neu
errichteten Schleppzugschleuse (Südkammer).
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: B. Wernitz
Neubau der Schleusenbrücke, aufgenommen im März
1967,
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: B. Wernitz
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: B. Wernitz
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: B. Wernitz
Komplettierung der neuen Schleusenbrücke, Aufnahme:
11.10.1967.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: B. Wernitz
Eröffnung der neuen Schleusenbrücke als
Spannbetonbrücke an der Vorstadtschleuse in der
Krakauer Straße am 30.11.1967, rechts daneben die
Stahlkonstruktion der alten Schleusenbrücke.
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Die Brücke des 20. Jahrestages der
DDR (später nur noch Brücke des 20.
Jahrestages genannt) überspannte mit 192 Metern
Länge die Bundesstraße 102 und die Gleise am
Nordkopf des Bahnhofes Brandenburg Altstadt. Erbaut
wurde sie in nur 13 Monaten Bauzeit 1968/1969. Die
Freigabe war am 04.10.1969 zu Ehren des
anstehenden 20. Republikgeburtstages, zunächst für
Straßenbahn und Omnibus, ab 15.12.1969 dann für den
Gesamtverkehr.
50 Jahre nach ihrer Fertigstellung, am 05.12.2019,
musste sie wegen schwerer Mängel, festgestellt bei
einer planmäßigen Untersuchung, für den gesamten
Fahrzeugverkehr gesperrt werden. Nur Fußgänger und
Radfahrer durften die Brücke, die mittlerweile den
Namen "Schrottbrücke" erhalten hatte, noch
passieren. Selbst Rettungsfahrzeuge mussten fortan
Umwege fahren. Eine Reparatur war nicht mehr
möglich. Am 19.05.2021 legte dann ein Knopfdruck des
Sprengmeisters die Brücke nieder.
In den nächsten Jahren soll an gleicher Stelle
ein neues Brückenbauwerk entstehen. (Bis jetzt ist
es aber nur beim "Soll" geblieben. Aber man hat
schon mal den ersten Spatenstich vollzogen.)
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: B. Wernitz
Beginn der Bauarbeiten für die stadtseitige
Brückenrampe in der Magdeburger Straße, Juli
1968
Foto: unbekannt, Slg. H. M. Waßerroth
Brückenbaustelle 1969
Foto: unbekannt, Slg. H. M. Waßerroth
Die Brücke geht ihrer Fertigstellung entgegen, 1969
Foto: unbekannt, Slg. H. M. Waßerroth
Alles fertig für die Einweihung am 04.10.1969
Repro aus: Stadtchronik von Dez.
1965 bis Jan. 1970
Foto: unbekannt, Slg. H. M. Waßerroth
Die erste Straßenbahn fährt über die neue Brücke des 20. Jahres der DDR
am 04.10.1969
Foto: unbekannt, Slg. H. M. Waßerroth
Auch die Linie 3 fährt am Eröffnungstag zum
ersten Mal über die neue Brücke, 04.10.1969
Foto: A. Waßerroth, Brandenburg a. d.
Havel
Die Straßenbahn fuhr nach der Einweihung über
die neue Brücke, der Straßenverkehr musste noch
warten, im Hintergrund die Schornsteine des
Stahlwerkes, Aufnahme Nov. 1969
Foto: A. Waßerroth, Brandenburg a. d.
Havel
Blick von der neuen Brücke Richtung
Kasernenbauten, Aufnahme November 1969
Die Brücke des 20. Jahres der DDR nach ihrer
Fertigstellung. Dahinter der Altstadt Bahnhof
mit Empfangsgebäude der Brandenburgischen
Städtebahn, links die Zanderstraße.
Foto: unbekannt, Slg. H. M. Waßerroth
Foto: unbekannt, Slg. H. M. Waßerroth
Blick ins Innere eines der Hohlkästen, deutlich sind
Wasserschäden erkennbar, Aufnahme bei einer
Untersuchung im Inneren der sonst nicht
zugänglichen Hohlkästen nach Anlegen von
Inspektionsöffnungen, 2020
Foto: H. M. Waßerroth
Die Bauschäden an der Brücke nahmen ein immer
größeres Ausmaß an, aber ursächlich für die
akute Brückensperrung waren die Probleme mit dem
verwendeten Stahl für die Bewehrung,
Aufnahme 16.04.2021
Foto: H. M. Waßerroth
Die Brücke wird für die Sprengung vorbereitet,
Aufnahme 14.05.2021
Foto: H. M. Waßerroth
Die Brücke nach der Sprengung, die Zerlegung zur
Beräumung der unter ihr hindurchführenden
Bundesstraße ist in vollem Gange,
Aufnahme 23.05.2021
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Die Havelbrücke der Brandenburgischen
Städtebahn am Altstadt Bahnhof wurde mit
Eröffnung der Bahnlinie von Treuenbrietzen über
Brandenburg nach Neustadt (Dosse) in Betrieb
genommen. Sie wurde nach Erlebnisbericht noch in
den letzten Kriegstagen, nach dem die Sowjets
bereits die Bahnhofsvorstadt eingenommen und in die
Wilhelmsdorfer Vorstadt vordrangen, zerstört.
Um
einen durchgehenden Betrieb wieder zu ermöglichen,
wurde sie behelfsmäßig hergerichtet. Nach
Inbetriebnahme einer daneben gebauten Behelfsbrücke
ist die alte Brücke dann abgebrochen und an ihrer
Stelle ein neuer Havelübergang in der noch heute
existierenden Form errichtet worden. Die neue Brücke
überspannt die Havel nicht mehr ohne Pfeiler wie die
ursprüngliche Brücke mit ihrer Spannweite von 90 m.
Die heutige Brücke hat zwei Pfeiler beiderseits der
Fahrrinne.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Bau der Städtebahn Brücke am Altstadt Bahnhof über
die Havel um 1903.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Die fertige Städtebahn Brücke über die Havel 1904.
Abriss der Reste der Städtebahn Brücke über
die Havel 1946, links im Hintergrund die
Gemeindeschule in der Franz-Ziegler-Straße, spätere
Fontane Schule.
Foto: H. M. Waßerroth
Die Brücke über die Havel heute,
Aufnahme 23.05.2021
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Noch gibt es die Eisenbahnbrücke über die
Wilhelmsdorfer Straße. Diese Brücke ist
heute ein Lost Places. Es liegt auf ihr zwar noch
ein Gleis, das hat aber keinen Anschluss an das
Eisenbahnnetz mehr. Erbaut wurde sie 1951/52 im Zuge
des Baus
der direkten Verbindung zwischen der Strecke
Brandenburg - Belzig und Brandenburg - Rathenow der
ehemaligen Brandenburgischen Städtebahn. Dieser
Neubau sollte das aufwändige Kopfmachen für
durchgehende Züge im Brandenburger Hauptbahnhof
ersparen.
Genau an der Stelle, wo diese Brücke steht, befand
sich bis zu ihrem Bau die Brücke über den
Büttelhandfassgraben, der in diesem Bereich
zugeschüttet wurde.
Bei Planung und Bau hatte man gleich weiter gedacht
und die Widerlager für einen zweiten Überbau
angelegt. Der Bahndamm, rechts von der Havelbrücke
kommend, wurde auch gleich für ein zweites Gleis
angelegt. Es sollte den Bogen über den
niveaugleichen Bahnübergang am Schlachthof ersetzen.
Wegen Untergrundproblemen bei den Widerlagern im
Bereich des ehemaligen Büttelhandfassgrabens kam es
nicht zur Ausführung und der Bahnübergang
Schlachthof besteht noch heute.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: B. Wernitz
Blick auf die Wilhelmsdorfer Straße mit
Eisenbahnbrücke, gut zu erkennen der unvollendete
Teil,
Aufnahme September 1969
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Blick von der Göttiner Straße auf die
Eisenbahnbrücke
Foto: H. M. Waßerroth
Die Brücke heute, langsam holt sich die Natur
alles zurück,
Aufnahme 21.04.2015
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Die Brücke Potsdamer Straße über
die Gleise des Hauptbahnhofes an seinem östlichen
Ende wurde 1973 mit allem drum herum (Rampen,
Radwege und Fußwege) fertig gestellt. Bereits am
07.09.1972 konnte die erste Fahrbahn für den Verkehr
freigegeben werden und die ewigen Warteschlangen am
Bahnübergang in der Führung der heute Alten
Potsdamer Straße waren Geschichte. Auch diese Brücke
ist in nächster Zukunft wegen schwerer Schäden durch
einen Neubau ersetzt.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: B. Wernitz
Baubeginn an der Potsdamer Straße, das ewige Warten
am Bahnübergang sollte in absehbarer Zeit ein Ende
haben, 1971.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Brückenbau in der Potsdamer Straße über die
Reichsbahngleise am östlichen Ende des
Hauptbahnhofes 1973.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Das zweit Brückenteil ist fast fertig für den
Einbau, 1972.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Die stadteinwärts führende Fahrbahn ist fertig und
freigegeben, 1972.
Foto: H. M. Waßerroth
Die Brücke Potsdamer Straße vor Beginn der Arbeiten.
Auf der darüber führenden Bundesstraße haben
vorbereitende Arbeiten (hier nicht sichtbar) schon
begonn0en. Diese Ansicht ist heute schon Geschichte. Aufnahme: 05.10.2023
Foto: H. M. Waßerroth
Im Zusammenhang mit der Brücke am Hauptbahnhof wird
auch die Brücke über den
Neujahrsgraben bei Neuschmerzke neu gebaut.
Aufnahme: 05.10.2023
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Eine Fußgängerbrücke zum Schützenworth
über die Gleise des Hauptbahnhofes (Staatsbahnhofes)
gab es bereits zu Zeiten der
Berlin-Potsdam-Magdeburger-Eisenbahn. Nach Übernahme
der Bahnlinie durch den preußischen Staat 1880 /
1883 und Übergang in die Preußische Staatsbahn
wurden die Bahnanlagen des Bahnhofes Brandenburg
erneuert und ausgebaut. Dabei ersetzte man auch in
den 1890er Jahren die Fußgängerbrücke zum
Schützenworth durch einen Neubau. Diese Brücke
bestand bis Anfang 1980 und wurde dann durch einen
weiteren Neubau ersetzt. Das Absetzen des neuen
Überbaus auf die Auflager gelang aber erst im
zweiten Versuch, weil der Abstand der Auflager
anfangs nicht zur Länge des Überbaus passte.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Die Fußgängerbrücke aus den 1890er Jahren.
Slg: Stadtmuseum Brandenburg,
Foto: unbekannt
Die neue Fußgängerbrücke am Schützenworth wird
eingehängt, 1982.
Foto: unbekannt, Slg. H. M. Waßerroth
Der Bahnübergang zum Schützenworth, daneben die
Fußgängerbrücke mit dem Aufgang, wie er bis zu
seinem barrierefreien Umbau aussah. Der Bahnübergang
wurde später geschlossen. Aufnahme: 1990er Jahre.
Foto: H. M. Waßerroth
Die Fußgängerbrücke heute, Aufnahme: 04.06.2008
Für alle Aufnahmen
gelten die Lizenzen CC BY-NC-ND 4.0 de