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Brandenburg an der Havel
Bombenkrieg und die Stadt nach Kriegsende
Der Beginn des Zweiten
Weltkrieges brachte, abgesehen von den
politischen und wirtschaftlichen Einflüssen,
für die Stadt Brandenburg an der Havel erst
einmal kaum Veränderungen. Der Krieg –
die Schlachtfelder – waren weit weg.
Das änderte sich, als die Reichweite der
feindlichen Bomber immer größer wurde und
die Reichshauptstadt Berlin mehr in den
Fokus der Luftangriffe rückte.
Erste Bomben fielen in der Nacht vom 20. auf
den 21.08.1940 auf Brandenburg an der Havel.
Dies waren noch keine gezielten Abwürfe,
eher Fehl- oder Notabwürfe. Nächste
Bombenabwürfe folgten in der Nacht vom 25.
zum 26.08.1940. Es gab Beschädigungen in der
Werderstraße an Wohngebäuden und am
damaligen Stadttheater. In der Nacht vom 30.
zum 31.08.1940 war bei einem weiteren
Bombenangriff der Briten auf Berlin auch die
Umgebung der Reichshauptstadt das Ziel. In
Brandenburg fielen die Bomben aber in die
städtischen Forste.
Im Spätherbst 1940 begann in der Stadt der Bau
von Bunkern, "trümmersicheren öffentlichen
Luftschutzräumen" und in den Wohngebieten
privater Luftschutzräume. Es entstanden 10,
geplant waren 11, Hochbunker, 40 öffentliche
Schutzräume und 3760 private Schutzräume.

Bau des Hochbunkers in
der Mühlentorstraße 1941
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Einer der ersten
Verwundetentransporte ist 02.04.1942 am
Nicolaiplatz angekommen
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel
Am Abend des 22.11.1943 fielen erneut
britische Bomben auf Brandenburg. Wenn auch
Brandenburg an der Havel oft von gezielten
Angriffen verschont blieb, zehrten die meist
nächtlichen Luftalarme psychisch und
physisch an der Bevölkerung.
Einen ersten gezielten Luftangriff musste
die Stadt am 18.04.1944 ertragen. Ziel war
das Industrieviertel im Westen der Stadt.
Getroffen wurden mit mittleren Schäden das
Arado Flugzeugwerk und das Walzwerk,
weiterhin das Arbeitsamt, das Stabsgebäude
des Infanterieregiments 68, die
Pionierkaserne in der Gobbinstraße
(Einsteinstraße), das Opel-Ausländerlager. 14 Gebäude
hatten
Totalschaden und 75 Wohnhäuser
Beschädigungen. Insgesamt 31 Personen wurden
getötet, 27 verletzt und etwa 400 Personen
wurden obdachlos.

Getroffenes Haus
in der Neuendorfer Straße 28, 18.04.1944
(Der Bombenschaden wurde
repariert und die Wohnungen wieder hergestellt, der
wieder aufgebaute Bereich ist noch heute erkennbar
weil die Außenwand nicht wieder verputzt wurde. Das
Haus steht seit Jahren leer und ist dem Verfall
preisgegeben, ein seit einiger Zeit angebrachtes
Netz zum Schutz vor herunterfallendem Mauerwerk
gewährt aber kaum Sicht auf die alte Fassade.)
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel
Am 06.08.1944 griffen 80 Flugzeuge vom Typ
B-17 und B-24 der US Air Force die Stadt an
und bombardierten mit Spreng- und
Brandbomben vorwiegend die Industriebetriebe
im Westen der Stadt. Das Opel-Werk wurde
dabei schwer getroffen, ihm soll der Angriff
hauptsächlich gegolten haben. Bis Kriegsende
kam die Fließbandmontage nicht mehr in Gang.
Auch die Arado-Flugzeugwerke hatten
beträchtliche Schäden und die Elisabethhütte
war ebenfalls betroffen. Weitere
Bombentreffer gab es bei der Lederfabrik
Spitta, dem Heeresnebenzeugamt, dem Gaswerk,
5 Wohngebäude wurden völlig und 7 weitere
schwer beschädigt. Der Straßenbahnverkehr
nach Plaue ruhte für 5 Tage wegen Schäden an
der Burggrafenbrücke (Gördenwegbrücke), auch
Opelbrücke genannt. Insgesamt 64 Personen
wurden getötet, 128 verletzt und etwa 150
Personen wurden obdachlos. 5 Menschen waren
verschüttet, 3 blieben vermisst.
Vergrößertes Bild eines
Aufklärers kurz nach dem schweren Bombenangriff auf
Brandenburg am 06.08.1944 durch alliierte
Luftstreitkräfte. Das brennende Opel-Werk,
daneben deutlich zu sehen die damalige Gördenbrücke über
den Silokanal

Nach dem Angriff auf die
Industrie westlich der Stadt am 06.08.1944, Blick von der
Franz-Ziegler-Straße Richtung Arado-Werke,
Gaswerk, Elisabethhütte, rechts in Bildmitte
die Brücke der Städtebahn über die Havel am
Altstadt Bahnhof
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Verwüstungen nach dem Angriff
vom 06.08.1944 im
Gaswerk,
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel
Ostersonnabend, den 31.03.1945, war die
Stadt abermals Ziel eines Großangriffes. 265
amerikanische B-17-Bomber warfen nach
amtlicher deutscher Zählung 1200 Bomben über
der Stadt ab. Erstmalig traf es auch das
bewohnte direkte Stadtgebiet. Treffer
erhielten das Arado-Flugzeugwerk, das
Stahlwerk, Opel, die Excelsior-Fahrradwerke,
Wohngebiete in der Magdeburger Straße, in
der General-Hirschfeld-Straße
(Robert-Koch-Straße), Harlunger Straße
Düppelstraße (Damaschkestraße), der
Hindenburgplatz (Magdeburger Platz, Gertrud-Piter-Platz)
und Nicolaiplatz (Puschkinplatz). Ferner
traf es die Neuendorfer Straße, das Lazarett
in der Magdeburger Straße, die Nikolaikirche
und das alte Zuchthaus am Nikolai Platz.
Volltreffer gab es weiterhin in der Saldria
am Salzhof, 2 Schiffe davor auf der Havel
sanken ebenfalls, dem Westjoch der Johanniskirche und
in der Augustaschule in der Hammerstraße,
seit März 1945 Lazarett für britische und
amerikanische Flieger.

Blick am
31.03.1945 von der Malge über den
Breitlingsee, links die Kanincheninsel,
Rauchschwaden von dem
brennenden ARADO-Flugzeugwerk ziehen über den See
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Treffer in der
General-Hirschfeld-Straße
(Robert-Koch-Straße), Die Gebäude wurden
wieder aufgebaut.
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Die Nicolaikirche
wurde schwer beschädigt
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Die Ruine der
Augustaschule in der Hammerstraße
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Im Hintergrund
die Ruine der Saldria, davor die zwei
gesunkenen Schiffe.
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Bombenschäden am
alten Zuchthaus am Nicolaiplatz
(Puschkinplatz), heute Stadtverwaltung
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Zerstörtes
Westjoch der St. Johanniskirche
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel
Bomben fielen auch
auf die Wiemann-Werft, die Brennabor-Werke
und das Havelwerk in der Potsdamer Vorstadt.
Einige Wohnhäuser in der Potsdamer Straße,
der Carl-Reichstein-Straße (Schützenstraße,
Geschwister-Scholl-Straße) und am Trauerberg
wurden zerstört, das Theater in der
Werderstraße wie auch die Turnhalle der
Bürgerschule am Wredowplatz brannten aus.
Der Hauptbahnhof und verschiedene
Bahnanlagen wurden getroffen. Insgesamt sind
in der Stadt 96 Wohnhäuser völlig
zerstört, 69 schwer, 33 mittel und 102 leicht
beschädigt worden. Insgesamt 552
Personen wurden getötet (darunter 223
Zivilisten, 38 Angehörige der Polizei, 19
Soldaten, 159 Zwangsarbeiter, 113
Kriegsgefangene), 259 verwundet und etwa
2100 Personen wurden obdachlos. 37 Menschen
waren verschüttet, 40 blieben vermisst.

Zerstörte
Wiemann-Villa an der Havel auf dem Gelände
der Wiemann-Werft.
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Schwer
beschädigtes Hau in der Eichamtstraße nahe
Wiemann-Werft.
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Ruinen in der
Carl-Reichstein-Straße (Schützenstraße,
Geschwister-Scholl-Straße), links im
Hintergrund ein Gebäude der Brennabor-Werke
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel
Ein schwerer Luftangriff traf am 10.04.1945
den Fliegerhorst in Briest mit seiner Basis
und den Produktionsstätten der Strahljäger
vom Typ Me 262.
Am Vormittag des 20.04.1945 war der
schwerste Angriff auf die Stadt. Ziel
mehrerer Bomberverbände waren
Verkehrsanlagen im Raum Berlin, u. a. auch in Brandenburg an
der Havel. Der Fliegerhorst Briest wurde
hier zum letzten Mal angegriffen und 24
Flugzeuge zerstört. Der
Angriff auf die Stadt dauerte 25 Minuten und
traf diesmal auch Anlagen der Straßenbahn, so dass
der Betrieb eingestellt werden musste.
Getroffen wurden wieder die
Arado-Flugzeugwerke, die Brennabor-Werke,
das Stahlwerk, das Havelwerk, und das
Excelsior-Fahrradwerk. Auch die Kasernen in
der Magdeburger Straße und das
Garnisonlazarett wurden getroffen. Am
Hauptbahnhof und Altstadt Bahnhof gab es
Schäden an den Bahnanlagen, mehrere
Wohnhäuser in der Stadt waren zerstört. In
weiten Teilen der Stadt gab es keinen Strom
mehr, auch in Plaue war der Strom
unterbrochen. Die Zahl der Opfer konnte in
den Wirren nicht mehr genau ermittelt
werden. Laut Schätzungen starben 1100
Personen, 580 wurden verwundet und 70
Menschen waren verschüttet, 110 Menschen
blieben vermisst.
Die letzten Luftangriffe erlebte Brandenburg
am 24./25.04.1945 und am 30.04.1945 durch
vornehmlich russische Flugzeuge zur
Unterstützung der Bodenkämpfe.

Durch
Bombentreffer ausgebranntes Haus in der
Klingenbergsiedlung.
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Haus an der Ecke
Immelmannstraße (Otto-Sidow-Straße) /
Wilhelmsdorfer Straße / Franz-Ziegler-Straße
mit schweren Schäden. Das Gebäude wurde als
erstes Vorhaben einer
Wohnungsbaugenossenschaft in der Stadt
wieder aufgebaut.
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel
Am Morgen des
25.04.1945 wurde Panzeralarm gegeben.
Russische Einheiten der 1. Ukrainischen
Front erreichten über Schmerzke kommend die
Stadtgrenze. Zum Nachmittag hatten sie die
Sankt-Annen-Straße und den Hauptbahnhof
erreicht. In der Neustadt und
Bahnhofsvorstadt entbrannten erbitterte
Straßenkämpfe. Ebenfalls am 25.04.1945
stießen Verbände der 1. Weißrussischen Front
von Norden über Nauen nach Brandenburg vor.
Weitere Verbände folgten von Norden und
Nordosten am 29.04.1945.
Die Altstadt war bis zum Abend des
30.04.1945 eingenommen und auch die schwer
zerstörte östliche Neustadt konnte zur
gleichen Zeit nicht mehr gehalten werden. In
der Nacht zum 01.05.1945 verließen die
Fallschirmjäger als letzte Truppen der
Wehrmacht Brandenburg an der Havel.
Trauriges Kriegserbe, Blick von der Plauer
Straße auf das Altst. Rathaus April/Mai 1945
Quelle: You Tube,
Filmausschnitt aus "Berlin 1945, die letzten
Bilder im 2. Weltkrieg
Durch Bombenschäden und die schweren
Straßenkämpfe lagen teilweise ganze
Straßenzüge in Trümmern, so die
Adolf-Hitler-Straße (Sankt-Annen-Straße),
der Temnitz, der Trauerberg, die
Bauhofstraße (Straße der Freundschaft), die
Jakobstraße (Otto-Nuschke-Straße), die
Reuscherstraße (besteht heute nicht mehr),
der Neustädtische Markt, der Molkenmarkt,
Teile der Wilhelmsdorfer Straße, sowie der
Immelmannstraße (Otto-Sidow-Straße) und der
Großen Gartenstraße (Ernst-Thälmann-Straße).
Von den 59 Brücken waren 39 gesprengt, von
den 24 Schulen 3 zerstört. Von 23817
Wohnungen vor dem Krieg hatten 10500
Wohnungen Schaden genommen. 517 Wohnhäuser
waren zerstört, 259 schwer, 414 mittel und
620 leicht beschädigt,
17000 Menschen wurden obdachlos. 300000
m3 Schutt und Trümmer mussten beseitigt
werden.

Sankt-Annen-Straße (Friedensstraße) von der
Sankt-Annen-Brücke (Friedensbrücke) gesehen
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Das Gebäude der
Hauptpost in der Sankt-Annen-Straße
(Friedensstraße)
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Die Ruine des
Kaufhauses Siegmund Haagen an der Ecke
Sankt-Annen-Straße (Friedensstraße) /
Neustadt Markt, rechts am Bildrand die Ruine
der Hauptpost,
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Ruine des Neust.
Rathauses, es wurde in den letzten
Kriegstagen noch zerstört.
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel
Ruine des
Kaufhauses Fauser in der Adolf-Hitler-Straße
(Hauptstraße) 1945, der
relativ intakte Teil des Gebäudes diente dem
neuen HO-Kaufhaus als Grundstock, die
ruinösen Teile wurden dafür abgebrochen und
durch Neuaufbauten ersetzt .
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Ruinen in der
Lindenstraße.
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Plauer Straße,
Westseite, 1945. die Straße ist beräumt, die
Gebäude wurden aber nicht wieder aufgebaut,
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel
Große Probleme beim Ingangkommen des
Verkehrs bereiteten die vielen zerstörten
Brücken. Alle wichtigen Brücken lagen im
Wasser. Den Bombenkrieg hatten sie nahezu
ohne größere Schäden überstanden, aber die
sich zurück ziehenden Truppen der Wehrmacht
haben in den letzten Kriegstagen viele
Brücken gesprengt, um den Vormarsch der
Sowjetarmee aufzuhalten. Nach Kriegsende
mussten vielfach Notlösungen helfen. Die
Schäden an den Brücken beliefen sich auf
etwa 16 Millionen Mark (damalige Preise).

Jahrtausendbrücke
mit Behelfsfußgängerbrücke 1945
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Homeyenbrücke mit
Behelfsfußgängerbrücke
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Plauer
Straßenbrücke (Quenzbrücke) mit Behelfsbrücke
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Gördenwegbrücke
(Burggrafenbrücke, Opelbrücke) mit
Behelfsfußgängerbrücke, dahinter das
Kraftwerk des Opelwerkes,
die Brücke wurde an
dieser Stelle nicht wieder aufgebaut
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Städtebahnbrücke
über die Havel nahe Altstadt Bahnhof
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel
Die gezielten
Luftangriffe in den letzten Kriegsmonaten
hatten den Brandenburger Industriebetrieben
stark zugesetzt. Schon bald nach Kriegsende
begannen die Demontagen der Besatzer. Meist
mussten deutsche Arbeitskräfte dafür
abgestellt werden. Brandenburg an der Havel
verlor durch Kriegsschäden und Demontagen
3/4 seiner industriellen Basis.

Produktionshalle
der Kammgarnspinnerei von Emil Kummerle in
der Neuendorfer Straße,
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Süßwarenfabrik
von Gustav König in der Wredowstraße,
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Gebäude der
Mittelmühle in der Krakauer Straße
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Lagergebäude der
Verbrauchergenossenschaft Brandenburg
(Konsum) in der Wilhelmsdorfer Landstraße
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Weinkellerei
Gebr. Kramer am Katharinenkirchplatz
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel
In der damals noch selbständigen Kleinstadt
Plaue fielen die ersten Bomben am frühen
Morgen des 21.12.1940. Ein weiterer
Bombenangriff erfolgte in der Nacht vom 03.
auf den 04.09.1943. Am 04.04.1944 wurde die
Stadt Plaue von amerikanischen Jagdbombern
direkt angegriffen und am 18.04.1944 folgte
ein schwerer Luftangriff auf Plaue, bei dem
800 bis 1000 Bomben und Phosphorkanister
abgeworfen wurden, 2 Menschen starben.
Bis zum Abend des 04.05.1945 wurde östlich
von Plaue noch gekämpft. Am Vormittag des
05.05.1945 besetzten Truppen der
16.Garde-Kavallerie-Division der
Sowjetarmee die Stadt
aus "Die Havelstadt im Zweiten
Weltkrieg"
von Frank Brekow,
gekürzt, redaktionell bearbeitet und ergänzt von H. M.
Waßerroth
Bilder aus der Sammlung des Stadtmuseums Brandenburg
an der Havel
Enttrümmerung nach Kriegsende

Sankt-Annen-Straße (Friedensstraße)
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Sankt-Annen-Straße (Friedensstraße)
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Sankt-Annen-Straße (Friedensstraße)
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Westlich der
Sankt-Annen-Straße (Friedensstraße) bis um
die St. Pauli Kirche hatten die heftigen
Straßenkämpfe nahezu jedes Haus zerstört.
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Einmündung Der
Temnitz in die Abtstraße am St. Pauli
Kloster
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel
Pauliner Straße
mit Durchblick zur St. Katharinen Kirche,
auch sie hatte einige Schäden bekommen.
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel
Besonders schwere Zerstörungen an
Wohnhäusern gab es auch im nördlichsten Teil der
Bahnhofsvorstadt von der Jakobstraße
(Otto-Nuschke-Straße) südlicher Teil, über
Reuscherstraße und Kirchhofstraße entlang der Großen
Gartenstraße (Ernst-Thälmann-Straße) bis Höhe
Trauerberg. Hier betraf es hauptsächlich Gebäude aus
der Gründerzeit mit 2 bis 3 Etagen.
Enttrümmerung in
der Kirchhofstraße kurz vor der Einmündung
in die Große Gartenstraße
(Ernst-Thälmann-Straße)
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel
Enttrümmerung in
der Kirchhofstraße Südseite nahe Große
Gartenstraße (Ernst-Thälmann-Straße)
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel
Enttrümmerung in
der Großen Gartenstraße
(Ernst-Thälmann-Straße) am Trauerberg
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel
Im
Andenken an unsere Trümmerfrauen, die in
schwerer Zeit viel geleistet haben!
Enttrümmerung in
der Großen Gartenstraße (Ernst-Thälmann-Straße) am
Trauerberg
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Nach der
Enttrümmerung in der Großen Gartenstraße
(Ernst-Thälmann-Straße), Blick von Höhe
Trauerberg zur Einmündung der
Kirchhofstraße, die Ruinen wurden Ende der
1940er Jahre zur Schaffung von Baufreiheit
für Neubauten sämtlich abgerissen (bis auf
die rechte Ruine mit dem Torbogen, diese
wurde erst viel
später abgerissen, als das Umfeld bereits
neu aufgebaut war.)
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel
Weitere Bilder aus der Stadt nach dem Kriegsende

Wallstraße am
Plauer Torturm
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Weinkellerei Gebr.
Kramer am Katharinenkirchplatz, ca.1948
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Saldria und die 2
gesunkener Schiffe in der Havel
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Bahnhofstraße Einmündung
Kleine Gartenstraße (Rudolf-Breitscheid-Straße),
links das Bahnhofshotel,
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Schäden auch am Dom
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel
Mühseliger Bunkerabriss in der
Mühlentorstraße
Ende 1950er Jahre

Schwere Arbeit mit
einfachem Gerät, Sprengung war wegen der Wohnhäuser
in direkter Nachbarschaft nicht möglich.
Foto: Weigelt †, Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Einfachste
Hilfsmittel,
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Das Detailfoto
zeigt die Massivität des Bunkerbaus,
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel

Die Seitenteile
sind entfernt, nun steht nur noch der Überbau über
die Mühlentorstraße mit einer eindringlichen
Botschaft
Foto: Slg. Stadtmuseum
Brandenburg a. d. Havel
(für
alle Aufnahmen gilt: CC BY-NC-ND
4.0 de)
nach oben
Vers. 1.0.0. vom 04.10.2026
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